Fakten: Toxoplasmose gondii wird durch Katzenkot und damit belastetes Gemüse, aber auch über rohe Fleischwaren vorwiegend von Rind und Schaf übertragen. Nach einer Infektion besteht lebenslange Immunität. Ein Bluttest gibt darüber Auskunft. Toxoplasmose verläuft meist ohne Symptome oder wie eine leichte Grippe. Das Risiko: 1 von 20 000 Babys wird pro Jahr mit Toxoplasmose gemeldet, die Dunkelziffer liegt wesentlich höher. Nach Schätzungen ist jede 440. Fehlgeburt, Frühgeburt oder Missbildung auf diese Krankheit zurückzuführen. Erfolgt die Infektion im ersten Drittel der Schwangerschaft, kommt es in 15% der Fälle zu einer Ansteckung des Fötus. Die Folgen sind gravierend: Sie können zu einem Wasserkopf führen oder zu Schäden des Zentralnervensystems oder zu Organschäden. Eine Ansteckung gegen Ende der Schwangerschaft führt meistens zu Entwicklungsstörungen. So beugen Sie vor: Wer keine Antikörper hat (Routinetest beim Arzt), sollte rohe und halbrohe Fleischwaren, Fische und Meeresfrüchte meiden. Dazu gehören neben Tartar und blutigem Fleisch auch Salami, Bündnerfleisch, Rohschinken, Mostbröckli, Rohessspeck und Landjäger. Nach dem Hantieren mit rohem Fleisch gründlich die Hände waschen. Freilandgemüse und -salat sorgfältig waschen. Für Gartenarbeiten Handschuhe tragen. Das Säubern der Katzentoilette oder des Vogelkäfigs anderen überlassen. Fazit: Auch wer Toxoplasmose-negativ ist, hat in der Schweiz ein geringes Risiko, zu erkranken. Da aber allfällige Folgen fürs Kind massiv sind, lohnen sich vorbeugende Massnahmen für nicht immune Schwangere.