Schon unsere Grossmütter wussten: Sauberkeitstraining hat im Sommer Hochsaison.
Klar hat jedes Kind seinen eigenen Rhythmus und Zeitpunkt, wann es parat ist, sauber zu werden. Generell ist für die ersten «unten ohne»-Versuche aber der Sommer die beste Zeit. Denn sich bei Pipi-Alarm aus dicken Skianzügen zu pellen, ist ungleich komplizierter, als nur kurz das Badehöschen herunterzuziehen. Zudem erkältet sich das Kind in den Sommermonaten nicht so schnell, wenn doch ein Malheur passiert. Und auch das Reserve-Outfit, das in der heiklen Zeit stets in die Tasche gehört, braucht kaum Platz. Weitere Tipps:
Kleidung mit Gummizug ist praktischer als Latzhosen oder etwas mit Gürtel.
Sauberkeitserziehung fällt in die Trotzphase. Also nicht viel Aufhebens darum machen, damit kein Machtkampf um die trockene Hose entbrennt.
Nicht zwischen Unterhose und Windel hin- und herwechseln. Ist die Windel einmal weg, bleibt sie weg. Nachts auf Windelhöschen umsteigen.
Kind genau beobachten und auf Signale reagieren. Unterbricht es sein Spiel, wenn die Blase drückt? Interessiert es sich für Themen rund um Töpfchen und Toilette? Falls nein: zuwarten.
Es muss urplötzlich beim Spaziergang? Keine Hektik. Wenn Hunde an irgendeinem Strauch Pipi machen, regt sich auch niemand auf.
Nur kein Stress: Zwei von fünf Kindern sind mit dreieinhalb Jahren nicht verlässlich sauber. Ehrgeiz und Elternwettbewerbe sind fehl am Platz.