Was unsere französischen Nachbarinnen mit ihren Kindern anders machen.
Ja, ja, uns allen geht sie gehörig auf die Nerven, diese französische Mutter, die – glaubt man den Medien – alles so viel besser gewuppt kriegt als alle anderen Frauen in Europa: Kinder, Karriere, Kleidergrösse 36 … Ob das alles stimmt, wissen wir nicht. Trotzdem hier ein paar französische Erziehungsgrundsätze als Inspiration:
Tonnenweise Babybücher lesen, um nur ja alles richtig zu machen? Nö: Die Schlüsselbegriffe für Frankreichs Mütter heissen: Gleichmut und Balance. Ziel ist die Zen-Maman. Was entspannend ist, ist gut.
Eine Maman ist weiterhin «femme». Bitte keine Kleidung im Sack-Design. Und wer sagt, dass Spitzendessous nur für kinderlose Frauen sind?
Flaschennahrung, PDA – na, und? Erlaubt ist, was der Mutter das Leben erleichtert.
«Behandle dein Kind wie einen Gourmet und er wird einer werden.» Kinderessen? Non, merci.
Bei unseren Nachbarn lautet ein beliebtes Sprichwort. «Du kannst nicht schneller tanzen, als die Musik spielt». Sprich: Kindheit ist kein Bootcamp.
Merci, au revoir, bonjour ... Höflichkeit ist nicht der Zuckerguss auf dem Kuchen sondern der Zucker im Kuchen. Ohne gehts nicht.
Attends! Eine Zen-Maman springt nicht sofort, sobald ein Kind etwas möchte.
100 Tage Baby-Fokus, dann ist aber wieder die Partnerschaft dran. Ausgehen à deux ist kein Grund für ein schlechtes Gewissen und das Schlafzimmer gehört den Eltern.
C’est moi qui décide! Dieser Satz stammt NICHT vom Kind. Wir wetten, dass auch französische Mütter ab und an ausflippen und ihre Prinzipien genauso vergessen wie die Regenhose fürs Kind am Waldtag. Na, und? Charme toppt Perfektion!