Ein Sommer ohne Langeweile
Bodensee: Pures Meerfeeling
Am Obersee fühlt man sich wie am Meer. Dank Weitsicht, Badis, Bars und Schifffahrten. Und zwei besondere Museen gibt es auch.
Ein Sommer ohne Langeweile
Badi-Tour
Wir sind am See, logisch hat hier jede noch so kleine Gemeinde eine eigene Badi. Und logisch ist eigentlich jede davon ein Juwel. Drei Favoriten: Badi Steinach, von aussen unscheinbar, drinnen trifft Jugendstil auf Aperol Spritz, trés chic. Badi Altnau hat einen Sandstrand, kostet keinen Eintritt und der Steg geht unglaublich weit in den See hinaus. Wiedehorn Egnach, typisches Seebad mit grosser Wiese, alten Bäumen, Steg und Floss, Grill und schönem Restaurant.
Seesicht und Saurer
Für einen Ausflug an die Arboner Seepromenade unbedingt viel Zeit einplanen. Denn da gibt es: Einen grossen Spielplatz auf der Schlosswiese, das Saurer Museum, dessen uralte Lastwagen und Feuerwehrautos zum Staunen einladen, sowie den SaurerGarten, wo man in einem alten Postauto käfelen oder einfach im Liegestuhl die unverstellte Seesicht geniessen kann. Ach ja, selbst der Arboner Skaterpark Playa Papaya hat Seesicht. Beste Aussichten für alle also.
Hafenrundfahrt
Ab aufs Schiff und Leinen los! Erst auf dem Wasser begreift man die schiere Grösse und Weite des Bodensees. Und wo man da überall anlegen kann! Mainau, Bregenz, Konstanz, Lindau, Meersburg... oder eben auch in Romanshorn. An schönen Tagen ist hier rund ums Hafenbecken viel los. Coole Strandbars, mit Sand unter den Füssen oder eigenem MiniLeuchtturm (Gustav Kahn), reihen sich aneinander. Oder wie wäre es mit einer Hafenrundfahrt? Immer sonntags bittet Kapitän Ruedi Fürst auf seine MS Zeppelin und erklärt Landratten, wie Romanshorn zu einem der grössten Hafen am Bodensee kam. Lieber selbst aufs Wasser paddeln? Im Seepark steht eine automatische Stand-up-PaddelMietstation!
Übernachten
Die Fischerhäuser in Romanshorn sind ein Geheimtipp. Etwa 1670 erbaut, sind die einfachen Handwerkshäuser heute im Besitz der DenkmalStiftung Thurgau. Und so nächtigt man in einfachen, aber wunderschön renovierten Zimmern, lässt sich von der Fischerküche im Kiesgarten oder der Wirtsstube verköstigen und schlägt der Zeit ein Schnippchen.
MoMö, das Mostmuseum
Dieses Museum gefällt den Kindern garantiert. Es geht um Äpfel (logisch im Thurgau), aber vor allem ums Mosten einst und heute. Dank Gucklöchern, Mitmach-Stationen, Fotobox oder Märli-Fass bleibt es lange spannend. Im Obstgarten mit Wildbienenparadies und Kinderspielplatz bleiben Familien gerne auch länger sitzen. Und für den kleinen Hunger gibts Snacks an der Bar.
Katja Fischer De Santi war von Mai 2022 bis Oktober 2024 Chefredaktorin von «wir eltern». Zuvor war sie 15 Jahre lang als Gesellschaftsjournalistin bei verschiedenen Tageszeitungen in leitenden Funktionen tätig. Katja lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Buben am Bodensee, weil dort die Gedanken so weit schweifen können.