Heuschnupfen ist lästig – und riskant. Deshalb gilt: So früh wie möglich eingreifen.
Die Augen brennen, die Nase trieft und mit den Niesattacken könnte glatt eine Terrakotta-Armee umgepustet werden. Heuschnupfen ist in unseren Breitengraden als häufigste allergische Erkrankung so etwas wie die Volksplage Nummer eins. Vor dem dritten Lebensjahr tritt die Krankheit glücklicherweise selten auf. Aber im Vorschul- und Schulalter betrifft sie rund 30 Prozent der Kinder. So unangenehm die «Allergische Rhinitis» ist, so riskant ist sie unbehandelt. Um Neusensibilisierungen und Asthma zu vermeiden, sollte deshalb so früh wie möglich eingegriffen werden. Schniefen Kinder oft, tränen ihre Augen oder atmen sie mit offenem Mund, ist eine Abklärung beim Kinderarzt angezeigt. Er schlägt allenfalls eine Immuntherapie vor. Dabei werden über längere Zeit hinweg Pollenallergene ins Fettgewebe des Oberarms gespritzt. Die Behandlungskosten übernimmt die Kasse.
Tipps
Vor dem Schlafengehen duschen und die Haare waschen, damit die Pollen nicht auf dem Kissen landen.
Getragene Kleider nicht im Schlafzimmer aufbewahren. Kleider täglich wechseln.
Morgens ist der Pollenflug besonders stark. Aktivitäten draussen besser auf den Abend verschieben.
Türen und Fenster in der Pollenflugsaison möglichst geschlossen halten.
Ferien am Meer und im Hochgebirge verbringen, diese sind praktisch pollenfrei.
Infos
Pollenflugkalender von MeteoSchweiz: [www.pollenundallergie.ch](http://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/MeteoSchweiz/pollenprognose/?oid=1828&lang=de/" www.pollenundallergie.ch")