Ganz vermeiden lässt sich der nervende Schnupfen nicht – leichter erträglich machen schon.
Und schon wieder läuft die Nase. Schniefen, Schnäuzen, nächtliches Rumwälzen – die letzte Erkältung ist gerade ein paar Wochen her, da hat das Kind schon wieder Schnupfen … Ist das eigentlich normal? Ja, vermutlich. 6,3 Mal pro Jahr hat das Durchschnittskind eine Atemwegserkrankung. Kindergarten- und Krippenneulinge bringen es auch locker auf 14 Infekte. Dramatisch ist das Geschnufe nicht – nur fies und unangenehm. Und da man über seine Feinde möglichst viel wissen sollte, hier Fakten zur Schnupfennase:
Hauptauslöser ist der Rhino-Virus. Leider hat er rund 100 Unterarten. Übertragungsart: Tröpfcheninfektion.
Obwohl es sich so anhört: Kälte ist nicht der Hauptgrund für eine Erkältung, sondern Ansteckung. Trotzdem begünstigt die kalte Jahreszeit das Kitzeln in der Nase. Denn abgekühlte Luft beeinträchtigt die Beweglichkeit der Flimmerhärchen in der Nase, die Abwehrfunktion der Nasenschleimhaut wird gestört, die Entzündung hat leichteres Spiel. Vor allem aber hocken Kinder bei Schmuddelwetter mit anderen Rotznasen auf engem Raum zusammen. Die Erreger hüpfen munter von einem zum anderen.
Verlässlich schützen kann man das Kind nicht vor Schnupfen. Nur ein wenig vorbeugen:
Baby stillen
Frische Luft, gesunde Ernährung
Wechselduschen
Nicht zu warm anziehen
Raumtemperatur tagsüber 22 Grad, nachts 18
Benutzte Papiertaschentücher sofort im WC entsorgen
Hände waschen. Hände waschen. Hände waschen.
Was Erleichterung verschafft:
Mit Kochsalzlösung Sekret aufweichen. Lässt sich selber herstellen: 1 Liter Wasser fünf Minuten aufkochen, 1 Teelöffel Salz hinein, mit Pipette in die Nase tropfen
Nasse Handtücher zur Luftbefeuchtung im Kinderschlafzimmer aufhängen
Säugling Muttermilch in die Nase träufeln
Ätherische Öle und Inhalieren erst ab dem Schulalter
Kräutertee mit Minze trinken
Ist es ganz schlimm, in der Apotheke nach Kinder-Schnupfenspray fragen, aber nicht länger als eine Woche gebrauchen