
iStockphoto.com
Checkliste für den Kinderwagenkauf
Ein Wagen für alle Wagnisse
Solls ein Stadtflitzer, ein Offroader oder ein Geschwisterwagen sein? Eine Checkliste als Entscheidungshilfe.
Werdende Eltern haben die Qual der Wahl: Kinderwagenhersteller überbieten sich mit Neuentwicklungen, Modernisierungen oder Verbesserungen. Schnell ist man überfordert, wenn man sich entscheiden muss, in welchem Gefährt man den Nachwuchs in den nächsten zwei, drei Jahren durch Fussgängerzonen und über Feldwege schieben will.
Ein Fehlkauf kommt teuer zu stehen, kostet doch ein guter Kinderwagen schnell mal zwischen 900 und 1500 Franken. Billigkäufe rechnen sich nicht. Ein niedriger Preis geht fast immer einher mit schlechterer Qualität, ungenügendem Service, mangelnder Ersatzteillieferung und unsorgfältiger Verarbeitung.
Um den individuell passenden Wagen zu finden, lohnt sich der Gang ins Fachgeschäft. Am besten in eines mit eigener Reparaturwerkstätte, damit allenfalls auftretende Defekte rasch behoben werden können. Zwar sind die meisten Wagen übers Internet etwas billiger zu haben. Doch das Zusammenbauen erfordert Geschick, zudem kann man sich im Fachhandel erklären lassen, wie der Wagen umgebaut oder zusammengeklappt wird.
Blickkontakt ist wichtig
In jedem Fall ist es angebracht, einen Wagen zu wählen, bei dem das Kind nicht in die Fahrrichtung schaut, sondern Blickkontakt mit der schiebenden Person hat. Das sagt auch der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther: «Babys und Kleinkinder sollen im Kinderwagen in die Richtung der Eltern schauen, damit sie sich jederzeit mit den Eltern rückverbinden können. Schauen sie in die Fahrtrichtung, sind sie den übermässigen Reizen ungeschützt ausgesetzt.»
Was die Trends angeht, zeigen sich gewisse Tendenzen: So steigen die Verkaufszahlen der vierrädrigen Wagen wieder stark an. Bei den Farben dominiert schwarz, gefolgt von anthrazit und braun. Das mag edel aussehen, im Sommer allerdings heizen sich diese Farben enorm auf.
Checkliste für den Kinderwagenkauf
- Nehmen Sie sich Zeit für den Kauf. Bei einer guten Beratung im Fachgeschäft werden Ihnen verschiedene Modelle sachundfachgerecht vorgeführt
- Wer oft abwärts gehen muss, sollte einen Wagen mit Handbremse kaufen
- Nehmen Sie das Auto zum Kauf mit und probieren Sie aus, ob der zusammengeklappte Wagen im Kofferraum gut Platz hat
- Für den öffentlichen Verkehr eignen sich leichte, schmale Wagen am besten
- Aufpumpbare Reifen federn besser, Hohlkammerreifen können dafür keinen Platten einfangen
- Grosse Räder eignen sich besser auf unebenem Untergrund, kleine sind meistens wendiger. Heute haben viele Wagen zwei kleine und zwei grosse Räder, welche je nach Gelände vorne oder hinten sein können
- Ausziehbare Teleskopschieber eignen sich für grosse Menschen besser als solche, die durch Klappmechanismus in der Höhe verstellt werden
- Manche Kinderwagen sind so klein aus - gemessen, dass bereits zweijährige Kinder zu gross dafür sein können. Da man im Voraus nie weiss, wie rasch ein Kind gut – und gerne! – geht, lohnt es sich, einen genügend grossen Wagen zu kaufen. Es sei denn, er wird dann bereits fürs nachfolgende Baby gebraucht
- Stoffteile können schadstoffbelastet sein. Es ist sinnvoll, wenn man sie vollständig abnehmen und waschen kann
- Die meisten Kinderwagen lassen sich auch mit einem Autositz verwenden. Allerdings sollten Kinder nicht länger als nötig in einem Autositz transportiert werden, da darin ihre Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist und die Entwicklung der Motorik behindert wird
- Komplett ausstaffierte Wagen lassen sich besser weiterverkaufen. Manchmal erhalten Sie das passende Zubehör schon in einem Jahr nicht mehr. Sinnvoll sind: Fusssack, Regenschutz, Mückennetz, UV-Schutz, Pumpe für luftgefüllte Räder
- Machen Sie sich vor dem Kauf bei Ebay oder Ricardo über einen möglichen Wiederverkaufspreis schlau