
Selbermachen-Buch «Kinderkram»
Basteltipps vom Profi
Von der «wir eltern»-Redaktion
Werken und Basteln macht Eltern und Kindern Spass. «wir eltern»-Selbermachen-Profi und Buchautorin Djennat Derradj hat ein paar Tipps für Sie.
Djennat Derradj ist eine der kreativen Seelen von «wir eltern». Jetzt erscheinen ihre Werkarbeiten, über die wir uns jeden Monat freuen, als Buch. Die gelernte Dekorationsgestalterin lebt in Zürich in einem Haus voller Unikate. Alles selbstgemacht.

Martina Meier
Das Werk- und Bastelbuch «Kinderkram» ist in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift «wir eltern» entstanden und vereint über 80 Selbermachen-Ideen für Möbel, Spielzeug und Accessoires.
Djennat Derradj: «Kinderkram: Werken, Basteln, Selbermachen für die ganze Familie», AT Verlag (2017), 176 Seiten, Fr. 29.90.–.
«wir eltern»: Djennat, Kreativität ist etwas Tolles. Wie bringt man die seinen Kindern bei?
Djennat Derradj: Es macht einfach Spass, etwas Einzigartiges, Persönliches selbst zu machen. Kinder wissen das und sind von Haus aus ideenreich und kreativ. Wenn mein Sohn nur in sein Brot gebissen hat, dann hat er in dem entstandenen Gebilde schon einen Löwen gesehen.
Wie alt müssen die Kinder sein, damit man mit ihnen basteln und werken kann?
Schon im Krippenalter haben sie ja Freude daran, etwas aufzukleben und zu malen. Ab dem Kindergarten kann man dann mit ihnen richtige Kunstwerke herstellen…
Was eignet sich als Einstieg ins Eltern-Kind-Werken?
Ganz toll sind Pappkisten. Daraus kann man Tunnel machen und Garagen, eine Feuerwache…. Die Kisten lassen sich einfach beschriften, bemalen, bekleben. Toll ist auch Malerklebeband. Damit lassen sich problemlos Strassen auf den Boden kleben. Oder Parkplätze. Oder es wird ein Zoo daraus, ein Gehege für die Kuscheltiere. Das alles kostet nichts, lässt sich problemlos wieder entfernen und sofort bespielen.
Anfänger müssen ja häufig zum Basteln und Werken erst mal jede Menge Grundmaterial kaufen.
Das ist bei mir natürlich nicht so. Aber es ist für Kinder super, wenn es im Haus eine «Sammelkiste» gibt. Mit Holz, Kleber, Wolle, Moosgummi, Stoff und allem, was man so findet. Das motiviert Kinder selbst immer Neues zu gestalten.
Und was demotiviert sie?
Wenn die Eltern beim gemeinsamen Werken perfekt sein wollen. Bei mir zumindest war es so: Wenn ich etwas allzu gut machen wollte, es besonders schön werden sollte, dann haben meine Kinder ziemlich schnell nur noch zugesehen. Und die Kinder haben recht: Es muss nicht perfekt sein. Origineller und persönlicher als ein gekauftes noch so teures Designobjekt wird es ohnehin.
Und was würdest du Eltern empfehlen, die sich langsam ans Handwerkliche heranwagen wollen?
Tonen ist zwar derzeit total angesagt. Aber vielleicht nicht gerade das Beste für Anfänger. Stempeln mit Moosgummi gibt schnell coole Resultate. Oder aus einer Weinkiste ein Regal machen: Vielleicht mit einer bunt bemalten Rückwand oder einem tapezierten Deckel. Inspirationen finden sich natürlich auch in meinem Buch…
«Kinderkram» – das Buch







Das Werk- und Bastelbuch «Kinderkram» ist in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift «wir eltern» entstanden und vereint über 80 Selbermachen-Ideen für Möbel, Spielzeug und Accessoires. Mit «Kinderkram» erschaffen Sie Kram für Kinder – und für die ganze Familie!
Selbstgemachtes und individuell Gestaltetes hat heute einen ganz besonderen Wert. Mit den in diesem Buch versammelten Ideen schaffen Eltern und Kinder auf einfache Art Gegenstände mit emotionalem Wert. Schritt für Schritt entstehen Spielsachen, einzigartige Möbel fürs Kinderzimmer, originelle Lampen, Monsterkissen und Wandorganizer. Hinzu kommen Inspirationen für die grossen Tage im Jahr: Fasnacht, Ostern, Schuljahresbeginn und Weihnachten.
Djennat Derradj: «Kinderkram: Werken, Basteln, Selbermachen für die ganze Familie», AT Verlag (2017), 176 Seiten.