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Bilderbücher
9 Bilderbuchtipps für Kleine und Kleinste
Draussen ist es kalt und ungemütlich? Prima. Ideales Wetter zum Einkuscheln, Lesen und Vorlesen. Diese Bücher hier eignen sich dazu perfekt.
Viele Kinder lieben es, immer und immer wieder das selbe Büchlein anzuschauen. Am liebsten gemeinsam mit den Eltern. Manchmal lohnt es sich aber ganz besonderst, die Hausbibliothek zu erweitern. Zum Beispiel mit untenstehenden Buchtipps!

1. Hai ahoi!
Okay, die Badesaison ist vorbei – aber Haie sind zu jeder Jahreszeit spannend. Gruselfaktor inklusive. Ausserdem sind die Fische über 420 Millionen Jahre alt und damit satte 200 Millionen Jahre älter als die Dinosaurier; es gibt winzige Sorten von ihnen wie den bleistiftkleinen Laternenhai und gigantische Exemplare wie den bis zu 20 Meter langen Walhai.
Owen Davey hat in seinem Hai-Buch hochinteressante Fisch-Fakten gesammelt, erklärt und toll illustriert, dass es einen in das Buch hineinzieht, wie ein Strudel einen im Meer nach unten zieht. Dahin, wo er sich vielleicht versteckt, der Hai.
Owen Davey: «Hai ahoi!», Knesebeck, Fr. 24.90


2. Hören
Hat da jemand eine taube Oma? Spass an Musik oder Ohren am Kopf? Sollte wenigstens einer der drei Fälle zutreffen, dann ist «Hören» ein wunderbares Bilderbuch, aus dem sich jede Menge über das Ohr, den Schall und die Klänge lernen lässt. Aber: Es lässt sich auch viel über Ästhetik erkennen. Denn «Hören» könnte genauso gut «Gucken» heissen, sind die neonfarbenen Illustrationen doch so kunstvoll und ungewöhnlich, dass es auch Spass machen würde, dieses Buch anzusehen, sogar wenn der Text auf Chinesisch wäre.
Romana Romanyschyn/ Andrij Lessiw: «Hören», Gerstenberg, Fr. 31.90


3. Nur ein kleines bisschen
Ach, wie schön: endlich mal ein Bilderbuch ohne Lehre. Das heisst: Doch, ja «Nur ein kleines bisschen» hat eine Lehre, aber sie kommt nicht aufdringlich daher, sondern die Geschichte ist einfach ein guter Anlass, um mit seinen Kindern zu diskutieren und zu sinnieren: über dieses kleine gefrässige Eichhörnchen, das seinen Baum zu Schanden knabbert, obwohl es ihn eigentlich beschützen möchte.
Über Fehler und darüber, dass «gut gemeint» manchmal zu «schlecht gemacht» führt. Kurz: ein Buch zum Philosophieren. Oder zum Drüber-Lachen. Oder einfach eines, das einen schockverliebt in ein unglückseliges Eichhörnchen zurücklässt. Oder: alles zusammen.
Olivier Tallec: «Nur ein kleines bisschen», Gerstenberg, Fr. 19.90


4. Der Sumpfkönig
Kinder lieben Reime, Könige, Prinzessinnen mit grünem T-Shirt, Schmetterlinge und natürlich lila Monster, die in Wirklichkeit ganz lieb sind. Alles zusammen gibts in dem kunterbunten Bilderbuch über den Sumpfkönig Van Duster, der sich furchtbar über die gefrässigen Raupen ärgert bis eines Tages...
Catherine Emmett/ Ben Mantle: «Der Sumpfkönig», Dragonfly, Fr. 16.90


5. Wahrheit oder Quatsch
Sitzt eine 1,5 Zentimeter grosse Urwaldkröte im Bauch und futtert mit, wenn wir essen? Oder kommt Magenknurren von Luft im Bauch? Kennt ein Podologe sich mit Sitzgelegenheiten aus oder mit Füssen? Für alle Kinder, die Spass an lustigen Fragen und intelligenten Antworten haben, ist dieses Buch: «Wahrheit oder Quatsch». Denn lachen und schlau werden passen wunderbar zusammen.
Tanja Esch: «Wahrheit oder Quatsch», Klett Kinderbuch, Fr. 23.90


6. Ein Kuchen für das Krokodil
Rot, Braun, Weiss, Blau. Mehr Farben braucht es nicht, um ein kunstvolles Kinderbuch zu gestalten. Zumindest dann nicht, wenn sich dazu eine liebenswerte Geschichte gesellt von einem Bären, einer Maus und einem Kuchen mit den allermerkwürdigsten Zutaten...
Claudia Wirth: «Ein Kuchen für das Krokodil», Jungbrunnen, Fr. 25.90

Pappbilderbücher für die Kleinsten

7. Babys Fingerspielbuch — Kleiner Elefant
Was tut so ein Elefantenkind den ganzen Tag? Essen. Trinken. Schmusen. Kurz: das Gleiche wie ein Menschenkind. Nur mit Rüssel. Den allerdings müssen die kleinen Leser*- innen dem Elefantenkind erst geben: mit ihrem Finger, der durch ein Loch gesteckt wird. Babyleicht!
F. Brooks/E. Martins: «Babys Fingerspielbuch — Kleiner Elefant», Usborne, Fr. 11.90

8. Der Nächste, bitte!
Jawohl, das geht: mit wenig Text superlustig zu sein. Dieses französische Bilderbuch machts vor. Und das, obwohl es für den Tierarzt nicht besonders gut ausgeht, den Wolf von seinen Bauchschmerzen zu kurieren ... «Der Nächste, bitte» macht Spass, vorzulesen und Spass, anzusehen. Prima Einstieg in schwarzen Humor.
M. Escoffier/M. Maudet: «Der Nächste, bitte!», Moritz, Fr. 15.90

9. Keiner gruselt sich vor Gustav
Der November ist ja ein irgendwie gruseliger Monat. Warum also nicht ein bisschen Spuk auch für die Kleinsten? Mit dem Gespenstchen Gustav, das es beim besten Willen nicht schafft, schaurig zu sein, fallen die Augen bald zu und die Nachtruhe ist trotz Geister-Geschichte gesichert.
G. van Genechten: «Keiner gruselt sich vor Gustav», Annette Belz, Fr. 15.90
Caren Battaglia hat Germanistik, Pädagogik und Publizistik studiert. Und genau das interessiert sie bis heute: Literatur, Geschichten, wie Menschen und Gesellschaften funktionieren – und wie man am besten davon erzählt. Für «wir eltern» schreibt sie über Partnerschaft und Patchwork, Bildung, Bindung, Erziehung, Erziehungsversuche und alles andere, was mit Familie zu tun hat. Mit ihrer eigenen lebt sie in der Nähe von Zürich.